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Tattoo Pflege - Planet Pain München

In der Zeit zwischen dem letzten Stich und dem kompletten Abheilen der Tätowierung gilt es, einige relativ simple Regeln einzuhalten. Das ist eigentlich nicht schwierig, aber wenn man nicht weiß, wie es geht und was zu beachten ist, kann man hier einiges verkehrt machen, worunter das Ergebnis sehr leiden kann.

Zwar bekommt man in der Regel vom Tätowierer einen Anleitungszettel zur Nachbehandlung, auf dem steht, was man tun und lassen soll. Warum man aber dies tun und jenes lassen soll, geht daraus oft nicht ganz klar hervor. Teilweise führt das dazu, das die Anleitung nur wie ein Ritual befolgt wird, von dem man eigentlich nicht so recht weiß, wofür es gut ist. Zudem führen gerade beim Thema Nachbehandlung viele Wege nach Rom – verschiedene Tätowierer haben ihre eigenen Spezialrezepte zur Pflege, die mehr oder weniger Sinn machen. Daher soll im Folgenden erläutert werden, welche grundsätzlichen Risiken während der Abheilungszeit bestehen und wie man diesen begegnen kann.

Die Nachbehandlung beginnt bereits mit dem Einpacken der frischen Tätowierung. Dies geschieht mit einem Folienverband, den man nach ca. 3 – 5 Std wieder entfernt. Der Folienverband schützt das Tattoo in den ersten Stunden vor Verschmutzungen und verhindert vor allem das Festkleben des Tattoos an Kleidung oder Bettwäsche durch austretendes Wundwasser oder Blut. Sollte es doch einmal passieren, dass eine frische Tätowierung an Textilien festklebt:  Keinesfalls gewaltsam losreißen, sondern die Kruste aus Blut und getrocknetem Wundsekret mit einem sauberen, nassen Handtuch vorsichtig aufweichen, dann den Stoff sehr vorsichtig abziehen.


Hat man über Nacht einen Folienverband getragen, nimmt man diesen am nächsten Morgen ab und reinigt die tätowierte Hautstelle gründlich mit lauwarmen, ph-neutralem Seifenwasser von dem Schmodder aus Wundsekret, Farbe und Salbe, der sich unter der Folie gebildet hat. Da die Haut am nächsten Tag extrem empfindlich ist, kann dieser Reinigungsvorgang recht schmerzhaft sein. Aber es hilft nichts, der Schmodder muss rückstandslos runter! Nach der Reinigung wird das Tattoo mit einem sauberen Handtuch vorsichtig trocken getupft.  Bis zur kompletten Abheilung trägt man nun ca. drei mal pro Tag dünn eine Wund- und Heilsalbe auf. Die meist verwendeten Produkte zur Tattoo-Wundheilung sind die Tattoo Creme von Pegasus, die Panthenolsalbe von Ratiopharm oder Lichtenstein. Die Schwellungen Tätowierter Körperstellen, die besonders an Armen und Beinen auftreten können, kann man mit Eisbeutel lindern.


Die Salben sind dazu da, dass der Wundschorf, der sich nach einigen Tagen bildet, nicht austrocknet und einreißt. Speziell an Gelenken, wo die tätowierte Hautstelle viel bewegt wird, ist es wichtig, den Schorf durch regelmäßiges Einreiben geschmeidig zu halten. Allerdings darf auch nicht zu viel Salbe aufgetragen werden, um den Wundschorf nicht einzuweichen. Der Schorf darf niemals beschädigt oder gar abgekratzt werden und muss von selbst abfallen!

Also nicht kratzen, wenn es juckt!!! Wird der Wundschorf beschädigt, besteht die Gefahr, dass Farbe aus der Tätowierung gerissen wird, was zu hellen, farblosen Flecken im Tattoo führt. Selbstverständlich ist zum Schutz des Wundschorfs auch langes Duschen oder gar Baden und Schwimmen völlig tabu, da dadurch der Schorf aufweichen kann. Beim Duschen darauf achten, dass der Wasserstrahl nicht direkt auf den Wundschorf kommt. Der Wasserstrahl ist zu hart und könnte dadurch die Schorfschicht verletzen.

Auch übermäßiges Schwitzen, z. B. durch Sauna oder intensiven Sport, sollte aus demselben Grund unbedingt vermieden werden. Bis zur vollständigen Ausheilung sollte auch kein Chlorwasser ans Tattoo kommen. Sonnenlicht wirkt zwar grundsätzlich heilungsfördernd, für ein frisches Tattoo trifft das aber nicht zu!!! Bis zur kompletten Abheilung des Tattoos ist direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden, da die geschädigte Haut in der Schutzfunktion zunächst beeinträchtigt ist. Bis 4 Wochen nach der Tätowierung sollte man auch kein Solarium besuchen.

Die Heilungsphase der Haut ist mit dem Abfallen des Schorfs noch nicht abgeschlossen. Auch noch drei bis vier Wochen nach dem eigentlichen Tattoo-Termin ist ein Eincremen mit Heilsalbe sinnvoll, um die Haut in ihrer Restrukturierung zu unterstützen. Wer zu früh auf normale Bodylotion umsteigt, riskiert Hautirritationen. Auf äußerste Reinlichkeit achten, vor Staub und Schmutz schützen. Keine Kleidung tragen, die fusselt oder das Tattoo abschnürt z. B. BH-Träger oder Gummibänder.


Langfristig gilt es zu beachten, dass Tätowierungen durch intensives Sonnenlicht oder Solarium ausbleichen. Viele „Sonnenanbeter“ vertrauen darauf, dass der Kontrastverlust zwischen Tattoo und sonnengebräunter Haut im Winter wieder durch Bleichwerden der Haut ausgeglichen wird. Ein Trugschluss, denn Tätowierungen, die im Sommer ausbleichen, bleiben natürlich auch im Winter blass. Deshalb ist für Tattoo Fans beim Sonnenbaden ein hoher Lichtschutzfaktor Pflicht, wenn man lange Freude am farbintensiven oder auch tiefschwarzen Tattoo haben möchte.

Nicht erschrecken, es kommt immer noch etwas Farbe raus. Es ist auch normal das die Farben noch etwas verblassen, es bleibt nie so kräftig wie frisch tätowiert.

Nur wenn Du diese Regeln sorgsam beachtest, kann dein Tätowierer für ein einwandfreies Motiv garantieren. Dann wirst auch Du viel Spaß an Deinem neuen Hautschmuck haben.

Wir gewähren Dir eine Garantie von 3 Monaten und werden innerhalb dieser Zeit auftretende Probleme beheben, insbesondere was den Heilungsprozess angeht. Bei weiteren Problemen oder Fragen, einfach anrufen oder vorbeikommen.


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