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Piercing Pflege

Vorab etwas zu unserer Arbeitsweise

Beim Piercing Studio Planet Pain München, wird höchster Wert auf Qualität und Hygiene gelegt.

Wir piercen natürlich nur mit sterilen einweg Piercingkanülen. Sogenannte Piercingpistolen sind Tabu und haben in einem professionellem Studio nichts verloren.

Unser Werkzeug, sprich Zangen, Klemmen etc., sind natürlich auch einzeln steril verpackt.

Piercingschmuck der bei euch zum Ersteinsatz kommt ist ebenfalls einzeln steril verpackt. Piercingschmuck vor Einsatz nur zu desinfizirern reicht einfach nicht aus! Unser Autoklav (keine Heißluftsterilisation), in dem wir das Werkzeug und euren Schmuck sterilisieren, wird vierteljährlich vom Regierungspräsidium / Bereich Labortechnik geprüft. Wir arbeiten beim piercen nur mit sterilen paarweise verpackten OP-Handschuhen und OP-Mundschutz.

Eure Gesundheit und eine problemlose Verheilung eures neuen Piercing sind uns das Wert!!


Die folgenden Informationen sollen Dir helfen mit Deinem neuen Piercing richtig umzugehen. Sollte Dir etwas unklar sein oder sich neue Fragen auftun, scheu Dich nicht uns zu fragen!

Dein neues Piercing stellt für Deinen Körper eine ganz besondere Verletzung dar. Anders als z. B. bei offenliegenden Schnittverletzungen, kann Dein Körper keine Kruste über den offenen Stellen bilden, die vor dem Eindringen von Schmutz, Bakterien oder anderen Krankheitserregern schützen. Genau das wird Deine Hauptaufgabe in den kommenden Tagen sein: halte die Wunde sauber, damit der Stichkanal schnell und problemlos eine eigene dünne aber schützende Hautschicht aufbauen kann! Dieser Vorgang nennt sich Epithelisierung.

Für heute gilt:
Lass das Piercing in Ruhe! Ab morgen bis zu völligen Verheilung halte Dich an folgende Regeln:

  • Unterstütze Deinen Körper durch wenig Streß, viel Schlaf, gesunde Ernährung und wenig körperliche Belastung
  • Keine Berührung mit schmutzigen Fingern
  • Grundsätzlich jede unnötige Berührung vermeiden
  • Kein Besuch von Schwimmbädern, Saunen oder Salarien in den ersten 4 Wochen
  • Nicht baden, sondern Duschen
  • Beim Duschen nur Kontakt mit pH - neutralem Duschgel, Seife, Shampoo etc.
  • Kein Kontakt mit fremden Körperflüssigkeiten ( z. B. Speichel, Sperma, Schweiß )
  • In den ersten 2 Tagen keine blutverdünnenden Medikamente ( z. B. Aspirin ) oder Alkohol einnehmen
  • Keinen unnötigen Druck oder Reibung auf das Piercing ausüben
  • Das Piercing nicht während der Heilphase herausnehmen


Eigentlich ist unser Körper mit solch komplexen Systemen ausgerüstet, dass er mit so einer "kleinen" Piercingverletzung prima alleine klar kommen würde. Eigentlich. Tatsächlich gibt es Dinge, die ihm die Heilung erschweren und einige Dinge, die Du tun kannst, um ihm zu helfen. Prinzipiell solltest Du alles unterlassen, was das Immunsystem schwächt (z. B. übermäßiger Alkoholkonsum, zu wenig Schlaf etc.), aber auch nicht durch übermäßige Pflege die Wunde mehr reizen als pflegen.

Wie Du das Piercing pflegen solltest, 2 mal am Tag, am besten morgens und abends, für die kommenden 4 Wochen:

1.Schritt
Hände waschen, und das gründlich! Berühre NIE das Piercing mit schmutzigen Fingern.

2.Schritt
Sollten sich Krusten um das Piercing gebildet haben, weiche diese mit lauwarmen Wasser auf. Danach kannst Du sie mit einem fusselarmen Tuch entfernen (nicht mit den Fingernägeln!) Die Reinigung erfolgt immer von innen nach aussen, damit Du die Verunreinigung von der Wunde weg und nicht zur Wunde hintransportierst.

3.Schritt
Trage z. B. das Octenisept großzügig auf das Piercing auf und lass es ca. 60 Sekunden einwirken. Das Piercing nicht bewegen! Durch die kapilare Wirkung gelangt das Mittel von ganz alleine in den Stichkanal. Bewegungen des Piercings können zu Schädigungen/ Reizungen des Wundkanals und seiner Ränder führen. Zudem könnten Bakterien, Schmutz oder Allergene durch die Bewegung in den Wundkanal gelangen.

4.Schritt
Tupfe überschüssiges Pflegemittel mit einem Papiertuch ab.

Bitte beachte, dass es vollkommen ausreicht, diese Pflege 2x am Tag für 4 Wochen durchzuführen. Mehr Pflege kann schädlich sein! In dieser Zeit niemals den Schmuck entfernen! Piercings sollten auch nach der Verheilung bei der Körperhygiene mit einbezogen und gereinigt werden.

Wenn es Probleme gibt
Frage bitte immer (wenn möglich) zuerst uns! Im Verlauf der Wundheilung können einige Dinge passieren, die nicht unweigerlich den Besuch beim Arzt oder gar den Verzicht auf das Piercing mit sich bringen. Ein normaler Arzt ist in der Regel nicht so vertraut mit den Besonderheiten des Piercens, wie es ein guter Piercer ist. Du solltest uns auf jeden Fall aufsuchen, wenn

  • Du das Pflegemittel nicht verträgst (erhöhter Juckreiz, Brennen oder Ausschlag)
  • sich allergische Reaktionen zeigen (die Wunde heilt nicht, im Gegenteil, es fühlt sich zunehmen unangenehm an, nässt, blutet oder eitert, evtl. kommt es zu Ausschlag rund um die Wunde)
  • sich das Piercing entzündet hat Auf keinen Fall einfach den Schmuck entfernen! Das Wundsekret kann sich in dem Kanal abkapseln und zu einer schweren und tiefen Entzündung führen. Diese muss dann unter Umständen chirurgisch behandelt werden.


Allergien
Da die Piercingwunde eine ungeschützte Wunde ist, enthält der Schmuck zum Ersteinsatz ein absolutes Minimum an allergenen Stoffen, wie z. B. Nickel. Nichtsdestotrotz kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Durch den Schmuck, durch Eindringen von Stoffen in den Wundkanal oder durch das Pflegemittel. Jodhaltige Mittel zum Beispiel provozieren oft solche Reaktionen. In solchen Fällen sprich mit uns. Sei es der Schmuck oder das Pflegemittel, es gibt immer Alternativen.

Was normal ist
Folgende Dinge sind vollkommen normal und sollten Dir kein Unbehagen bereiten. Natürlich immer vorausgesetzt genannte Symptome halten nicht zu lange an. Grundsätzlich gilt immer: fühlst Du dich unsicher, frag uns! Nach dem Piercen kann

  • die gepiercte Körperschwelle anschwellen (Kühlung hilft)
  • die Wunde brennen und/ oder leicht schmerzen
  • es zu leichten Blutungen kommen
  • Flüssigkeit aus der Wunde gelangen
  • es sich so anfühlen als ob Dein Piercing "Höhen und Tiefen" hat - eben fühlte es sich abgeheilt an, dann wieder nicht
  • es für Dich ungeahnte Einschränkungen geben, weil bestimmte Bewegungen für Dich unangenehm sind


Das Besondere beim Oralpiercing
Zu Oralpiercings zählen z. B. das Zungen-, Lippenband-, Lippenpiercing usw.
Folgende Dinge solltest Du währende der Abheilzeit beachten:

  • nach jedem Essen den Mundraum mit Wasser oder mit einer antibakterielen Rachenspülung ohne Alkohol spülen (Du solltest die Pflege mit der Mundspülung allerdings nicht übertreiben, damit Du die Mundflora nicht zerstörst. Daher nicht länger als 1-2 Wochen verwenden.)
  • kein Austausch von Körperflüssigkeiten
  • auf scharfe, saure, extrem kalte und heisse Speisen oder Getränke verzichten
  • die ersten zwei Tage nicht rauchen
  • vorsichtig essen
  • viel trinken, am besten Mineralwasser
  • eine Woche keine Milchprodukte (nur bei Zunge)
  • Piercings in der Lippe von außen zusätzlich mit einem Wundpflegemittel z. B. Octenisept versorgen


Das Besondere beim Intimpiercing
Zu Intimpiercings zählen z. B. Klitorisvorhautpiercing, Prinz Albert, Frenum, Hafada usw.
Folgende Dinge solltest Du währende der Abheilzeit beachten:

  • keinerlei sexuelle Aktivität für mind. 2 Wochen
  • keine zu enge Kleidung
  • atmungsaktive Unterwäsche (keine Synthetik)
  • Geschlechtsverkehr nur mit Kondom


Das Besondere bei Hautpiercing und Knorpelpiercing
Zu diesen Piercings zählen z. B. das Bauchnabel-, Augenbrauenpiercing, Helix usw.
Folgende Dinge solltest Du währende der Abheilzeit beachten:

  • Make up, Creme, Puder usw. darf nicht in die Wunde gelangen
  • Besondere Vorsicht bei Haarfärbemitteln! Diese dürfen auf keinen Fall in die Wunde gelangen


Nach der Ausheilung kann die Gewebebrücke schrumpfen, so dass ein kürzer Stab nötig wird. Ein Stab der zu groß ist, kann durch seine Hebelwirkung verursachen, dass das Piercing "wandert" und/ oder sich entzündet oder dazu führt, dass der Schmuck herauswächst.


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Di bis Fr 12 - 19 Uhr
Sa 12 - 18 Uhr

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Piercing:
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